Bildungseinrichtungen in Kolumbien

Bildungseinrichtungen sind, wie auch die Einrichtungen im Gesundheitsbereich, auf einem niedrigen Standard gehalten und hauptsächlich in den Ballungsräumen angesiedelt. Grundsätzlich hat ein Kind den Anspruch auf den Besuch einer staatlichen Schule für eine Zeit von neun Jahren. Allerdings ist auch hier ein Schulgeld zu zahlen, welches sich viele Familien nicht leisten können. Daher verbringen die meisten Kinder ihre Zeit damit, bei der Erwirtschaftung des Familienunterhaltes, durch Betteln oder Arbeiten, zu helfen. Oftmals sind die alleinerziehenden Mütter, die ihre Männer im Bürgerkrieg verloren haben, auch dazu gezwungen, einige ihre vielen Kinder als Arbeitskräfte an ansässige Fabriken zu verkaufen.

Das Schulsystem
In Kolumbien gibt es insgesamt vier Schulstufen, die Vorschule, die Schule, das Gymnasium und die Universität. In den letzten Jahren wurde viel am Schulsystem gearbeitet, um allen Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen. Nach der Vorschule kommen die Kinder im Alter von sechs Jahren in die Schule, welche sich in eine fünfjährige Zeit an der Grundschule und die restlichen vier Jahre am Gymnasium aufgliedert. Problematisch in der Schule wirkt sich bei den Angehörigen verschiedener Indiostämme die Unkenntnis der spanischen Sprache aus, so dass sie Übersetzer benötigen. Der Beruf Übersetzer kann an einer der, zahlreichen und teuren, Privatschulen erlernt werden.